Die Chronik der Weltenfresser by Marvin Buchecker

Chronik der Weltenfresser

Klappentext / Inhalt

Es begann in Crossend, einer Stadt, in der Mond und Totschlag an der Tagesordnung waren. Ein Riss in eine andere Dimension öffnete sich und Kreaturen der Finsternis durchschritten die Pforten der Hölle.

Die Menschheit wäre verloren, gäbe es nicht Vereinigungen wie die Rangers, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, diesen Wesen den Kampf anzusagen.

Ava Harper gehört den Rangers an. In Lakers Slot, einem armseligen Wüstenkaff, findet sie erste Anzeichen auf Aktivitäten jener Höllenkreaturen, deren Vernichtung sie sich zur Aufgabe gemacht hat.

„Die Chronik der Weltenfresser“ – Der Beginn eines unglaublichen Abenteuers im Universum von Crossend. 

Quelle: (Klappentext, Redrum-Verlag.de)

Handlung:
Wenn sich plötzlich Kreaturen und Geschöpfe der Hölle unter die Menschen mischen und diese für deren Untergang sorgen, können in Lakers Slot nur die sogenannten Ranger helfen. Auch Ava Harper gehört zu diesen und so wie es zur ihrer Aufgabe gehört, jagt sie die Ausgeburten der Hölle und vernichtet sie….doch kann sie und die anderen Rangers die Welt retten?

Meine Einschätzung

Na, wer von Euch hat Lust auf einen Ritt durch den „Wilden Westen“? Doch nehmt Euch vor dem Bösen in Acht …

So oder so ähnlich könnten die Schlagzeilen einer alten, leicht modrigen und abgenutzten Zeitung zur Zeit des Wilden Westens lauten, die Zeit, in der sich die Geschichte rund um Lakers Slot mit ihren Bewohnern, Kreaturen und Sagen spielt. Die Wahl der Zeitepoche finde ich wirklich interessant, da die Geschichte an sich mit ihren typischen Schockelementen wie z.b. der Besessenheit und schwarzer Magie doch eher eine klassische Horrorgeschichte darstellt. Ein gelungener Mix aus Horror und Western. Wie auch schon in seinem Vorgänger „Crossend“ hat der Autor auch hier wieder Chronistensplitter eingebaut, die jeweils einen Charakter näher beleuchteten, sodass der Leser ein besseres Bild von der jeweiligem Figur erhalten konnte. Ich persönlich fand sie immer hilfreich, um eine Person besser einschätzen und verstehen zu können.

Auch stilistisch ist der Autor einiges gewachsen. Während er sich mit seinen vorherigen Büchern noch probierte und seinen Stil suchte, merkt man in „Chronik der Weltenfresser“, dass er sein Schreib-Ich gefunden hat. Während er noch in Crossend mit der vulgäre Fäkalsprache und den Splatterszenen um sich warf, schaltet er im Nachfolger einige Gänge runter, zügelt seine Wörter und legt den Wert darauf eine Atmosphäre zu schaffen, als mit harten Splatter zu schocken. Mir persönlich gefällt dieser Stil richtig gut, auch wenn ich etwas mehr Splatter toll gefunden hätte, denn dies hat der Autor – egal ob er es hören will oder nicht – einfach drauf, sogar ohne in die Perversität abzudriften.

An dieser Stelle möchte ich auch die im Buch vorhandenen wunderschönen Illustrationen  hervorheben. Die Künstlerin hat nicht nur Talent, sondern spiegelt in ihren Zeichnungen auch alle Stimmungen wieder. Mit ihrer Art zu zeichnen, haucht sie jeder Illustration Leben ein. Einfach großartig. Besonders umwerfend finde ich ja immer noch den Hohlereiter. Sein Portrait hat einfach so etwas magisch anziehendes…..du bist sofort in seinem Bann *-*.  Der Hohlereiter hätte in meinen Augen auch ein wesentliche besseres Cover abgegeben, was auch zu der Geschichte passt. Aber das ist alles eine Geschmackssache. Ich wünsche der Künstlerin, dass sie mit ihrer Leidenschaft nicht nur Spaß, sondern auch Erfolg hat. Mach weiter so!

Aber leider, konnte mich „Chronik der Weltenfresser“ nicht ganz so begeistern, was u.a. auch daran lag, dass ich keine wirkliche Beziehung zu den Personen aufbauen konnte. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und jede ist sein ganz persönliches Individuum, aber irgendwie war einfach keine Verbindung dar. Emotionen und Gefühle und somit vielleicht auch eine Achterbahnfahrt der Gefühle blieben leider vollkommen aus, obwohl ich hin und wieder Schmunzeln musste.  Nichtsdestotrotz ist „Chronik der Weltenfresser“ lesenswert.

Fazit / Wertung

In „Chronik der Weltenfresser“ zaubert der Autor eine eher klassische Horrorgeschichte gemixt aus Horror, Western und Humor – eine interessante und gelungene Mischung untermalt mit Spannung. Stilistisch ist der Autor zu seinen vorherigen Büchern gewachsen und hat jetzt sein Maß und sein Schreibstil gefunden – auch wenn es in meinen Augen noch immer etwas mehr Splatter sein darf , denn gerade diese Szenen hat er drauf, auch wenn er es nicht hören mag :D. Allerdings finde ich es auch klasse, dass er versucht mit seiner Art und Weise besonders die Atmosphäre hervorzuheben und nicht mit banalen Perversitäten zu schocken. Gerade hier zeigt es sich, dass er sich vom Hardcore in den klassischen Horror hervortastet und auf  dieser Reise wünsche ich ihm ganz viel Erfolg.

Besonders angetan war ich auch von den fantastischen Illustrationen, die wahrhafte Meisterwerke sind. Wie kann man nur so geil zeichnen??

Aber wie oben gesagt, hat mich „Chronik der Weltenfresser“ leider nicht so begeistert, was u.a. auch an der nicht vorhandenen Bindung zu den Charakteren lag. Zumal fand ich die Geschichte um Crossend auch außergewöhnlicher und unterhaltsamer.

Nichtsdestotrotz ist „Chronik der Weltenfresser“ lesenswert, gerade auch für Fans des Western 😉

Ich vergebe daher 8 skull-and-crossbones-fake-tattoos-j-e1521932203637von 10 skull-and-crossbones-fake-tattoos-j-e1521932203637

Info:
Meine Wertungspunkte vergebe ich in Totenköpfen von 1-10, wobei 1 sehr schlecht und unterhaltsam und 10 entsprechend sehr empfehlenswert und unterhaltsam ist.

Zu guter Letzt bedanke ich mich recht herzlich bei dem Redrum Verlag insbesondere bei Marvin Buchecker für die Zurverfügungstellung eines Rezensionsexemplars und dem damit mir gegenüber entgegengebrachten Vertrauen. Diese Tatsache beeinflusst aber in keinster Weise mein persönliches Leseempfinden.

Produktinformation

  • Taschenbuch: 143 Seiten
  • Verlag: Redrum Books (23. Mai 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3959576970
  • Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 0,9 x 20,3 cm
  • Preis: 9,99 €

Quelle: (Redrum-VerlagAmazon)

Über den Autor

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Marvin Buchecker wurde 1993 in Essen geboren und lebt heute in der Gemeinde Reken im Münsterland.

Besonders Soziales Engagement und das Schreiben sind wichtige Lebensinhalte des jungen und chaotischen Autors. So nimmt er sich für soziale Projekte genauso viel Zeit für das Schreiben. Dabei liegt ihm viel an der Förderung von Inklusion und Partizipation junger Menschen in seinem Kreis. Sein Debüt „Monster muss man töten“ erschien im März 2018 im JustTales Verlag.

Quelle: (Autorenbiografie im Buch)

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