Lobotomie by Nadine Teuber

Lobotomie
Klappentext / Inhalt

Eine Zukunft, die in der Vergangenheit liegt.
Die Vision einer Gruppe verrückter Wissenschaftler.
Und mittendrin eine junge Frau in dem Kampf, sie aufzuhalten.

Quelle: (Klappentext)

Handlung:
Stellt Euch vor, Ihr verbringt gerade eben noch die Zeit mit Eurem Liebsten und Stunden, Tage oder Wochen später wacht Ihr auf einmal an einem völlig fremden und unheimlichen Ort auf. Eure Erinnernung kommt nur bruchstückenhaft zurück. Ihr seid gefesselt und fühlt rein gar nichts, als ob man all Eure Emotionen und Gedanken geklaut hätte. Aber Ihrahnt nicht, dass Ihr euch in einer schlimmeren Lage befindet, als es den Anschein nimmt.
Und genau dies durchlebt die Protagonistin Nora. Doch wird sie sich aus dieser Lage retten können?


Meine Einschätzung

Lobotomie. Geht man von der Defintion dieses Begriffs („Die Lobotomie ist eine neurochirurgische Operation, bei der die Nervenbahnen zwischen Thalamus und Frontlappen sowie Teile der grauen Substanz durchtrennt werden (Denervierung). Die Bezeichnung wird oft synonym mit Leukotomie verwendet. Sie wurde ursprünglich zur Schmerzausschaltung und bei extrem schweren Fällen psychischer Erkrankungen angewendet, etwa bei Psychosen und Depressionen mi straker Unruhe. Als Folge der Lobotomie tritt eine Persönlichkeitsänderung mit Störung des Antriebs und der Emotionalität auf.  Quelle: wikipedia.de) aus, stellt man sich zunächst eine andere Geschichte vor, als diese, die uns die Autorin bietet. Denn die Lobotomie an sich dient hier eher als Mittel zum Zweck für unglaublich grausame Experimente von völlig verrückten und wahnsinnigen Wissenschaftlern. Der Autorin gelingt es hier eine atemberaubende, temporeiche und düstere Geschichte zu schaffen – ein Thriller der anderen Art.  Ein unglaublich toller Mix aus Thriller und Steampunk, der dem Leser das Fürchten und Grauen lehrt, ihn aber auch zum Nachdenken über das Thema, aber auch über den generellen medizinischen Fortschritt und der Wissenschaft anregt. Ihr Wissen, das sie sich durch eine ausgezeichnete Recherche angeeignet hat, verpackt die Autorin in unglaublich skurilen und abgefahrenen Ideen und Ausführungen, die grausamer nicht sein könnten. Mit ihrem außergwöhnlichen bild- und lebhaften Erzählstil sorgt sie für ein höchstspannendes und aufregendes Leseerlebnis des Lesers, sodass dieser schon selbst im Geschehen ist und jedes einzelne Detail selbst erlebt. Zudem hat sie eine besondere Gabe die verschiedensten Atmosphären, besonders die ziemlich düsteren und beklemmenden, zu erschaffen und diese in einem stärkeren Umfang in die Story zu intergrieren.

Doch mit Lobotomie möchte die Autorin nicht nur den Leser unterhalten und in Angst und Schrecken versetzen, sondern äußert auch in ihrer Art und Weise der Beschreibungen und ihrem deutlichen Fingerzeig auf gewisse Umstände und Probleme ihre Kritik an der Gesellschaft. Auch ich habe mich öfters gefragt, wie weit darf Wissenschaft und Fortschritt gehen? Hilft wirklich jede neu erforschte Methode? Oder gibt es doch zu viele Nebenwirkungen, die sogar jeden Versuch der Besserung zunichte machen? Ist diese Geschichte eigentlich noch Fiktion oder schon Realität? Wie nah sind eigentlich Genie und Wahnsinn? Fragen über Fragen, die einen ständig durch den Kopf gehen. Da schon früher die Lobotomie an Patienten ausgeführt wurde, geh ich stark davon aus, dass diese Methode illegal von Befürwortern noch heute angewendet wird und wer weiß, ob es nicht wirklich intelligente dennoch wahnsinnige Psychopathen gibt, die solche Experimente, wie sie im Thriller beschrieben sind, erforschen, wenn nicht sogar durchführen. In der heutigen Zeit und Welt ist leider alles vollstellbar.

Lobotomie überzeugt allerdings nicht nur mit einer einzigartigen und tollen Story und einem außergewöhnlich bild- und lebhaften Erzählstil, sondern auch mit einer hervorragenden Ausarbeitung der einzelnen Charaktere. Jede Person ist individuell mit all ihren Schwächen und Stärken gezeichnet worden, auch wenn vielleicht die einzelnen Mitglieder der Zusammenkunft der Wissenschaftler etwas mehr Tiefe vertragen hätten. Denn erst zum Ende hin klärt sich vieles auf und die Geheimnisse und Gedanken der beteiligten Wissenschaftler zu den Experimenten sowie ihr erhofftes Ziel werden dem Leser durch Tagebucheinträge verdeutlicht.

Fazit /Wertung

Ja, viel ist gar nicht mehr zu sagen. Mit Lobotomie hat die Autorin eine originelle Story geschaffen, gemixt aus Thriller und Steampunk, die einem echt den Atem raubt, unterhält aber auch zum Nachdenken bringt. Mit ihrem bezaubernden und tollen Stil hat sie es geschafft, viel Wissen auf einer besonderen und spannenden Art und Weise an den Leser zu bringen, ihn zu unterhalten und mitzureißen.

Ein für mich absolutes Lesehighlight und ein MUSS für jeden Thriller-Fan.

Ich vergebe daher  10skull-and-crossbones-fake-tattoos-j-e1521932203637 von 10 skull-and-crossbones-fake-tattoos-j-e1521932203637

Info:
Meine Wertungspunkte vergebe ich in Totenköpfen von 1-10, wobei 1 sehr schlecht und unterhaltsam und 10 entsprechend sehr empfehlenswert und unterhaltsam ist.

Zu guter Letzt bedanke ich mich recht herzlich bei Nadine Teuber für die Zurverfügungstellung eines Rezensionsexemplars und dem damit mir gegenüber entgegengebrachten Vertrauen. Diese Tatsache beeinflusst aber in keinster Weise mein persönliches Leseempfinden.

 

Produktinformation

  • Taschenbuch: 231 Seiten
  • Verlag: Independently published (29. September 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-1724123947
  • Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,5 x 20,3 cm
  • Preis: 9,99 €

Quelle: (Amazon)

Über die Autorin

Nadine Teuber.jpg

Chemoe oder Germanistik?!? Dies war eine der schwersten Entscheidungen, die ich in meinem Lebem zu treffen hatt, da bei meine großen Leidenschaften waren, zu denen ich mich nach meinem Abitur hngezogen fühlte. Die Chemie siegte, jedoch flüsterte mir eine kleine Stimme immer wieder ins Ohr, dass ich ja immer noch nebenbei schreiben und so auch diese Leidenschaft ausleben könne. Die nächsten vierzehn Jahre vergingen und das Schreiben reduzierte sich auf wenige Seiten pro Jahr – wenn überhaupt.

Nachdem dem mich eine innere Verletzung zwang, meine Arbeit für mehrere Monate zu unterbrechen, erinnerte ich an meine alte Leidenschaft und das Feuer loderte heißer als zuvor weder auf. Ein Blog? Ein Buch? Gute-Nacht-Geschichten für meine Kinder? Egal was- ich wollte wieder schreiben. Ich startete mit einem Blog und schrieb meinen Debüt-Roman „Wurzelflügel“!

Mit der Zeit kristallisierte sich heraus, dass es mir nicht nur um das Schreiben ging. Ich bin keine Bloggerin und so viel Freude mir das Schreiben von Gute-Nacht-Geschichten bereitet, schlägt mein Herz für Thriller. Um es genauer zu spezifizieren: Psychothriller, die unsere Gesellschaft mahnend unter die Lupe nehmen.

Seit 2019 bin ich Mitglied im Berlin Crime Pack.

Quelle: (wortwörtlich übernommen von Nadine Teuber.de)
Fotoquelle: (http://www.nadineteuber.de/service/)

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