Schwarzes Licht by Jan Viebahn

Schwarzes Licht

Klappentext / Inhalt

Eben noch als normaler Mensch im Hier und Jetzt, findet Johann sich plötzlich in einer ihm völlig fremden Welt wieder und er hat sich verändert: In der Welt Yrangir ist er ein Dämon.

Schon bald stellt sich seine neue Situation als noch komplizierter heraus. Das Kaiserreich ist in Gefahr. Kjulan Schwarzklinge, der Herrscher des dunklen Reiches, hat einen diabolischen Plan ausgeheckt um es endgültig zu unterwerfen – und das mit Johanns Hilfe!

Johann gerät zwischen die Fronten. Nun muss er den Häschern Kjulans entkommen. Doch die Menschen treten ihm mit Misstrauen gegenüber. Nur Farkar, ein Paladin des Lichtordens, steht ihm zur Seite. Aber auch dieser verfolgt seine eigenen Pläne.
Johann muss es schaffen einen Ausweg zu finden, jedoch stellen sich ihm viele Gefahren entgegen. Nicht zuletzt er selbst, denn er muss erkennen, er ist sein größter Feind! Kann sich Johann dem Zwang der dunklen Mächte widersetzen?

Quelle: (Klappentext, Amazon)

Inhalt:
Johann, ein ganz normaler Mensch, der gerade mit seinem Hund in unserer Welt spazieren geht. Doch plötzlich verliert er das Bewusstsein und wacht nach einigen Momenten auf. Doch irgendwas ist anders. Er ist in einer völlig fremden Welt und zur Krönung ist er in dieser Welt äußerlich auch kein Mensch mehr, sondern ein Dämon. In dieser Welt gerät er in den Kampf zwischen Gut und Böse. Wird er einen Ausweg finden? Kehrt er als Mensch in das Jetzt und Hier zurück?

 

Meine Einschätzung 

„Schwarzes Licht“ ist nicht nur der erste Teil der Yrangir-Fantasy-Reihe, sondern auch das allererste Buch, das ich von Jan Viebahn gelesen habe. Aufgrund einer interessant klingenden Hörprobe habe ich dem Fantasy noch einmal eine Chance gegeben und mich diesem ersten Teil gewidmet.

Die Grundidee und die Story an sich finde ich wirklich interessant, dass hier ein Mensch bzw. seine Seele in einer anderen Welt in einem Dämon fortlebt, er sich aber immer wieder an sein Leben als Mensch zurück erinnern kann und ungewollt eine wichtige Rolle im Kampf zwischen Gut und Böse spielt. Dämonen sind bekanntlich ja böse, deswegen finde ich es originell, dass der Autor ihn durch die noch vorhandene menschliche Seele als einen hilfsbereiten und sanftmütigen Dämon darstellt, der den Guten im Kampf zur Seite steht. Allerdings hatte ich arge Probleme in die Geschichte hineinzukommen. Der Autor wirft nämlich den Leser mitten ins Geschehen, ohne dass dieser jegliche Ahnung hat, worum es geht. Besonders die Anfangskapitel sind in mehreren Abschnitten unterteilt, die wiederum eine andere Handlung in teilweisen verschiedenen Zeitepochen darstellen. Zudem wurden immer mehr verschiedener Figuren sowohl der Bösen als auch Guten in die Geschichte eingeführt. Dies folgte teilweise Schlag auf Schlag, sodass ich erst einmal verwirrt in die Gegend geguckt habe und nach und nach  die Namen den Figuren zuordnen konnte. Ich habe erst am Ende des Lesens bemerkt, dass hinten extra ein Namensregister aufgelistet wurde, das mir eventuell geholfen hätte, besser die Figuren und Namen zuzuordnen. Leider konnte mich auch weder der Aufbau, noch die Charaktere oder der Schreibstil fesseln. Mit Überraschungsmomenten und Wendungen und den detaillierten Beschreibungen der brutalen Kämpfe und anderer härteren und grausamen Szenen sowie mit Wechseln der Perspektive konnte der Autor zwar Spannung aufbauen und aufrecht erhalten, aber durch die solide Umsetzung seiner guten Grundidee und der sehr einfachen und wechselhaften Erzählweise mich nicht wirklich in den Bann ziehen und begeistern. Hier mangelt es persönlich für mich noch an eine spannende und fesselnde Ausführung, da öfters Wiederholungen vorkommen. Aber das kann sich ja durch Übung bessern ;). Zudem habe ich auch recht schnell gemerkt, dass dieser Roman sich sehr vielen High-Fantasy- Elementen bedient, was man schon an den vorkommenden Figuren wie Orks, Magier, Trolle und Elben merkt. Und mit High-Fantasy kann ich leider nichts anfangen. Da „Schwarzes Licht“ aber als Dark Fantasy-Roman ausgeschrieben ist, dachte ich, dass dieser Roman dann eventuell nicht so fantasylastig ist und es sich wirklich nur um den Kampf zwischen Gut und Böse geht in Form von Menschen und Dämonen.

Die Charaktere wiederum sind relativ gut ausgearbeitet, auch wenn einige etwas mehr Tiefe hätten vertragen können abgesehen von den Nebencharakteren, die eh austauschbar sind. Besonders hervorragend ist der Protagonist Johann gezeichnet worden. Mir gefällt besonders die innerliche Zerrissenheit, die der Autor hier gekonnt durch die Rückblenden ins richtige Leben als Mensch darstellt. In der anderen Welt ist er ein willenstarker Dämon mit reinem Herzen, der den Guten helfen möchte, aber durch höhere Mächte der Bösen auf die Probe gestellt wird. Er ist so einfühlsam gezeichnet, dass man mit ihm mitleidet, mitkämpft, mitfiebert und mithofft. Johann ist der einzige Charakter, den ich aus diesem Roman mag ;).


Fazit / Wertung

„Schwarzes Licht“ hat eine interessante Grundidee und Story, die leider für mich persönlich nicht fesselnd und mitreißend umgesetzt wurde. Der Schreibstil des Autors ist recht einfach und hin wieder gewöhnungsbedürftig und auch bei den Ausführungen gibt es hin und wieder Mängel ( Wiederholungen etc.). Aber wie sagt man so schön? Übung macht den Meister. Leider konnte mich dieser erste Teil überhaupt nicht begeistern, da für meinen Geschmack für einen Dark Fantasy Roman zu viele High-Fantasy-Elemente verwendet worden sind, mit denen ich persönlich leider nichts anfangen kann. Aber dafür ist die Ausarbeitung der Charaktere dem Autor recht gut gelungen besonders des Protagonisten Johann, der zugleich auch die einzige Figur ist, die ich mag.  Ich spreche hier jetzt nur von meinem Empfinden. Natürlich können andere Leser und gerade Fantasy-Fans von diesem Roman begeistert sein.

Nichtsdestotrotz werde ich auch die anderen beiden Teile lesen, um zu wissen, wie es weiter geht, weil ich die Grundstory wie oben schon gesagt recht interessant finde.

Ich vergebe 4,5  skull-and-crossbones-fake-tattoos-j-e1521932203637von 10skull-and-crossbones-fake-tattoos-j-e1521932203637

Zur Info:
Meine Wertungspunkte vergebe ich in Totenköpfen von 1-10, wobei 1 sehr schlecht und ununterhaltsam und 10 entsprechende sehr empfehlenswert und unterhaltsam ist.

Zu guter Letzt bedanke ich mich recht herzlich bei Jan Viebahn für die Zurverfügungstellung eines Rezensionsexemplars und dem damit mir gegenüber entgegengebrachten Vertrauen.
Diese Tatsache beeinflusst aber in keinster Weise mein persönliches Leseempfinden.

 

Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (20. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-1479179091
  • Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,9 x 20,3 cm
  • Preis: 11,80 €

Quelle: (Amazon)

Über den Autor

Jan Viebahn

Jan Viebahn, der Autor hinter Yrangir, ist Fantasy- und Science-Fiction-Fan. Er steht auf Heavy Metal genau so wie auf Blues. Sein erstes Buch gab er 2012 heraus. Es trägt den Titel „Schwarzes Licht“ und ist das erste seiner Yrangir-Bände. 2014 folgte „Erkar Bodin“, Yrangir Band 2. 2018 konnte (endlich ;)) „Das Vermächtnis des Okrip“, der dritte und letzte Band der Yrangir-Trilogie seinen Weg in die Öffentlichkeit finden ;). Im selben Jahr erschien auch die Neuauflage des Handbuchs der Dämonenkunde – Ein satirisches Tableau. Mehr zum Autor auf seiner Website: http://www.yrangir.de.

Quelle: (wortwörtlich übernommen von Amazonyrangir.de)
Fotoquelle: (https://yrangir.de/jan-viebahn-der-autor-hinter-yrangir/)

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