Der Satyr – by Brian Keene

Der Satyr
Klappentext / Inhalt

Die Ehe des Schriftstellers Adam Senft kriselt. Seine einzige Freude ist die Verbundenheit mit seinem Hund Big Steve. Als die beiden durch die heimischen Wälder von York Country streifen, bietet sich ihnen ein seltsamer Anblick: eine Frau, die Fellatio an der Statue eines Satyrs vollführt.
Adam hatte die Gerüchte gehört, dass der Wald von etwas Unheimlichen heimgesucht wird. Nur geglaubt hatte er das nie. Doch jetzt sieht er mit eigenen Augen, wie die Statue zum Leben erwacht.
Und bald lockt der Satyr mit seinem hypnotischen Flötenspiel weitere Frauen zu sich in den Wald.

Horrormeister Brian Keene verbindet in diesem Thriller klassische Mythologie mit den modernen Schrecken Amerikas.

Quelle: (Klappentext, Festa Verlag)

Inhalt:
Der erfolgreiche Schriftsteller Adam Senft lebt mit seiner geliebten Frau und seinem treuen Freund und Hund Big Steve in einem Haus angrenzend an die heimischen Wälder von York Country. Alles scheint so idyllisch und perfekt, wären da nicht die Eheprobleme. Von diesen geplagt, konnte er sich eines Tages nicht auf das Schreiben konzentrieren und zog einen Spaziergang mit seinem tierischen Seelenverwandten Big Steve vor. Doch was die beiden auf ihrem Spaziergang im Wald erleben, wird nicht nur ihr Leben verändern …

Meine Einschätzung

Anfangs konnte ich mir überhaupt nichts unter dem Titel vorstellen. Da aber die Meinungen zu diesem Thriller überwiegend positiv ausgefallen sind und es ein Festa ist, musste ich es einfach lesen. Doch was ist eigentlich ein Satyr? Hierfür habe ich ein wenig im Internet recherchiert, aber was ein Satyr ist wird auch sehr verständlich und gut im Buch erklärt.

Hier eine kleine Erklärung, was ein Satyr ist, zusammengewürfelt aus verschiedenen Quellen:

Ein Satyr oder Silen ist in der griechischen Mythologie ein Dämon im Gefolge des Dionysos. Er ist ein Mischwesen aus Mensch und Ziegenbock, bestehend aus einem menschlichen aber sehr behaarten Oberkörper, auch der Kopf, das Gesicht und auch die Arme sind menschlich, während ab der Taille abwärts der Körper aus Ziegenbockbeinen mit Hufen und einem Ziegenschwänzlein besteht. Zudem hat er spitze Ohren und zwei Hörner auf der Stirn. Der Satyr liebt Wein, wofür er auch nach dem Mythos ein Händchen für hat, lässt keine Gelegenheit des Feierns aus und ist bekannt für sein extremes Verlangen nach Frauen und Sex. Mit seinem meisterhaften Flötenspiel und seinen hypnotischen Fähigkeiten, macht er seine Opfer – im Regelfall Frauen – willenlos, gefügig und sorgt für ein sexuelles Verlangen ihrerseits.

Quellen: (https://www.house-of-fantasy.de/fabelwesen-satyr.htmlhttps://www.mundmische.de/bedeutung/1190-Satyr, https://de.wikipedia.org/wiki/Satyr)

Also Frauen nimmt Euch in Acht  vor einem Satyr!!! Folgt auf keinem Fall einem wunderschön klingenden Flötenspiel!

Ein ganz alltäglicher Spaziergang mit seinem Hund durch den Wald, ein attraktive und joggende Nachbarin, die auf einmal spurlos verschwindet, plötzlich erklingende Flötenmusik, Bäume, die sich bewegen und eine Steinstatue mitten auf einem vom Wald versteckten Pfad. Mysteriöser und bizzarer kann der Anfang einer Geschichte, wie es beim Satyr ist, nicht sein.  Mit gut durchdachten und ausgewählten Worten, die nicht nur ein Bild, sondern einen Film im Kopf hervor gerufen haben, erzeugte der Autor zudem auch eine düstere und beklemmende aber unterspielt von dem  Flötenspiel auch leicht aufregende Atmosphäre, die den Leser förmlich in den Bann gezogen und den Verstand umnebelt hat.  Ich war so gespannt, was mich nun erwartet. Meine Euphorie wurde allerdings schon nach wenigen Seiten nach diesem gigantischen und großartigen Einstieg in die Geschichte gedämpft. Denn der Autor rudert schon recht schnell zurück und baut die Handlung langsam auf, indem er sich für seine Charaktere Zeit nimmt und sie und ihr Handeln ausführlich vorstellt. Ich finde es nicht schlecht, wenn ein Autor seinen Charakteren Tiefe verleiht, allerdings baut sich besonders in diesem Fall dadurch die Spannung allmählich und langsam auf und die Geschichte kommt irgendwie nicht richtig in Fahrt. Teilweise habe ich dann das Buch erst einmal zur Seite gelegt, mir eine Verschnaufpause gegönnt und dann weitergelesen. Denn durch die Einbauung sonderbarer Geschehnisse hat der Autor es geschafft, dass man trotzdem nicht den Lesereiz verliert und wissen möchte, wie es mit den Charakteren insbesondere der Geschichte weitergeht. Ab einem gewissen Zeitpunkt reißt der Autor das Ruder rum, überrascht den Leser mit sehr vielen Wendungen und Überrraschungsmomenten, steigert das Tempo vehement und lässt so die Geschichte wieder richtig in Fahrt kommen. Teilweise überschlagen sich nun die Ereignisse, der Leser erlebt eine richtige Achterbahnfahrt mit viel Mystik, schwarzer Magie und einer immer präsenten und lauernden Gefahr. Durch seine bild- und lebhafte Schilderung der Geschehnisse hängt der Leser förmlich an den Lippen des Autors bzw. am Buch und wird dabei in die Geschichte hineingezogen. Er ist nicht mehr nur der außenstehende Betrachter, sondern erlebt die Geschichte selbst. All die lauernden Gefahren und die Beklommenheit spürt man deutlich am eigenen Körper. Umhaucht von einer erschaudernden Kälte, ausgelöst durch die plötzlich eintretenden Gänsehaut, einem rasenden Herzen voll Adrenalin aber auch ein wenig Angst, kommt man dem Geheimnis der Wälder von York Country und dem sonderbaren erklingenden Flötenspiel auf die Schliche. Die Spannung steigt und steigt, die Geschehnisse überschlagen sich und enden in einem explosiven finalen Showdown voll Action. Der Autor weiß, wie man dem Leser den Atem rauben und mit seinen Nerven und Emotionen spielen kann. Denn der Leser, der es problemlos und lebend durch die Geschichte geschafft hat, wird am Ende erleichtert aufatmen.

Doch ist Böse am Ende besiegt? Findet es heraus!

Die verschiedenen Charaktere und deren Entwicklung  sind hervorragend ausgearbeitet und dargestellt. Der Autor hat gekonnt die unterschiedlichsten Personen geschaffen und ihnen ihre eigene Ausdrucksweise verliehen, so dass sie dadurch authentisch und glaubhaft wirken. Mit der Fülle an Hintergrundwissen zu den einzelnen Personen hat er ihnen förmlich Leben eingehaucht. Zudem hat er ein Haufen voller unterschiedlicher Personen geschaffen, die sich untereinander aufziehen, wenn es aber hart auf hart kommt zusammenhalten und Seite an Seite dem anderen beistehen und gemeinsam die Hölle auf Erden durchstehen.  Eine durchaus perfekte Arbeit hat hier der Autor geleistet. Allerdings habe ich keinen wirklichen Lieblingscharakter, da ich den Zusammenhalt der Nachbarn untereinander sehr genossen habe, da es in heutiger Zeit leider nicht mehr der Fall ist, dass alle Nachbarn einer Straße zusammenhalten und sich gegenseitig helfen. Denn heut führen die Menschen lieber für jede Kleinigkeit Nachbarschaftsstreitigkeiten. Zudem haben mich alle Charaktere auf die eine oder andere Art fasziniert. Und an dem treuen und wundervollen Hund Big Steve hat der Autor wieder verdeutlicht, dass Hunde bzw. allgemein Tiere die besseren Wesen als Menschen sind!

Fazit / Wertung

„Der Satyr“ ist die erste Geschichte, die ich von Brian Keene gelesen habe, aber bei Weitem nicht die letzte. Denn mit seiner bild- und lebhaften Erzählweise zieht er förmlich den Leser in die Geschichte hinein und lässt ihn das Geschehene somit am eigenen Leib erleben. Gekonnt spielt er mit den Nerven und Emotionen des Lesers, raubt ihm den Atem, wenn nicht sogar den Verstand. Er weiß auch, mit welchen Worten er eine düstere und beklemmende Atmosphäre erschafft und somit seinen Leser erschaudern lässt.

In „Der Satyr“ gibt er seinen Charakteren viel Raum und Tiefe und lässt sie dadurch lebendig und echt wirken.  Die Ausarbeitung und Darstellung der einzelnen Personen und deren Verhältnisse untereinander ist wirklich hervorragend. Allerdings hat dies aber auch nach einem gigantischen und mitreißenden Einstieg das Tempo und die Spannung der Geschichte gedämpft, sodass ich zwischendurch Lesepausen eingelegt habe, sonst hätte ich es wohl irgendwann in die Ecke gelegt und nicht weiter beachtet :D. Brian Keene weiß aber auch, dass er durch sonderbare Geschehnisse in seinem langsamen Aufbau der Story im „Der Satyr“ den Reiz der ungeduldigen Leser wie mich aufrecht hält. Denn wer möchte nicht dann wissen, wie es weitergeht und was genau passiert ist. Ab einem gewissen Zeitpunkt konnte er dann das Ruder wieder drehen und hatte den Leser und insbesondere mich wieder voll in seinem Bann gezogen und lässt den Leser erst am Schluss wieder aufatmen. Besonders interessant und faszinierend ist es, dass Brian Keene in „Der Satyr“ Horror, Thriller, Mystik, schwarze Magie und einen griechischen Mythos in einer Geschichte miteinander verbunden hat.

Auch wenn mir persönlich zwischendurch die Spannung und Action gefehlt hat, war ich dennoch von dem Satyr gefesselt, sodass ich dieses Buch jeden Horror-, Mystik- und Thrillerliebhaber empfehlen kann. Allerdings ist „Der Satyr“ nichts für Zartbesaitete oder Leute mit schwachen Nerven!

 

Ich vergebe daher 7 skull-and-crossbones-fake-tattoos-j-e1521932203637von 10skull-and-crossbones-fake-tattoos-j-e1521932203637

Zur Info:
Meine Wertungspunkte vergebe ich in Totenköpfen von 1-10, wobei 1 sehr schlecht und ununterhaltsam und 10 entsprechende sehr empfehlenswert und unterhaltsam ist.

Zu guter Letzt bedanke ich mich recht herzlich bei dem Festa Verlag für die Zurverfügungstellung dieses Leseexemplar, das ich mir selbst aussuchen durfte, und dem damit mir gegenüber entgegengebrachten Vertrauen. Ich bin leider erst vo Kurzem zum Lesen dieses Buches gekommen, deswegen erscheint jetzt erst die Rezension. Diese Tatsache beeinflusst aber in keinster Weise mein persönliches Leseempfinden.

Produktinformation

  • Taschenbuch: 412 Seiten
  • Verlag: Festa Verlag (23.08.2018)
  • Sprache: Deutsch
  • Originaltitel: Dark Hollow
  • Übersetzt von: Klaus Schmitz
  • ISBN: 978-3-86552-627-4
  • Format: 20 x 12,5 cm
  • Preis: (D) 13,99 €

Quelle: (Festa Verlag)

 

Über den Autor

Brian Keene

Der Autor Brian Keene wurde 1967 in Pennsylvania geboren und veröffentlichte zahlreiche Romane und Comics wie z.B. „The Last Zombie“ oder „Doom Patrol“. Seine Werke wurden auch bereits zweimal mit dem Bram Stoker Award ausgezeichnet. Seine Romane wurden in vielen Sprachen übersetzt und viele von ihnen sogar verfilmt.

Quelle: (Autoreninformation im Buch, https://www.festa-verlag.de/autor-keene-brian.html)

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