Der Schlächter – by Jacqueline Pawlowski

Der Schlächter

Klappentext / Inhalt

Kopfüber hängend, ausgeblutet wie Vieh. So findet Mordermittlerin Linda Geissler eine junge erfolgreiche Anwaltsfamilie in ihrem Haus vor. Schnell wird klar, dass es sich bei der Tat nicht um einen Einzelfall handelt. Zeitgleich wird die junge Schriftstellerin Marie Sadlowski auf schlimmste Weise terrorisiert. Linda Geissler setzt alles daran, dem ein Ende zu bereiten und blickt dabei in den tiefsten Abgrund der menschlichen Seele.

Quelle: (Klappentext, Redrum-Verlag.de)

Inhalt:
Ein brutaler Mord an eine Anwaltsfamilie, der weitere Morde erahnen lässt,  Terrorisierung einer jungen Schriftstellerin und eine junge engagierte Ermittlerin, die diesem ganzen Spuk ein Ende setzen und das Rätsel um den Mord aufklären möchte. Wer ist der Täter oder die Täterin? Warum hat er oder sie die Familie ermordet? Hat der Terror an die Schriftstellerin eventuell etwas mit den Morden zu tun? Fragen über Fragen, die die Ermittlerin Linda Geissler klären muss …

 

Meine Einschätzung

1, 2 der Schlächter kommt vorbei
3, 4 er steht vor deiner Tür …

ähhhhm ja, wir sind glaub ich im falschen Film äh Buch 😀

„Der Schlächter“ ist das Thriller-Debüt der jungen Autorin, das bei Redrum als überarbeitete Neuauflage im Dezember 2018 erschienen ist. Ich hatte das Glück die Autorin sogar vor dem Lesen bei einer Redrum-Lesung getroffen zu haben und sie ein wenig kennen lernen durfte. Da „Schlächter“ ihr Debüt ist, wusste ich natürlich nicht, wie sie Geschichten schreibt und habe mich überraschen lassen.

Mit einem durchaus vielversprechenden und tollem Prolog zeigt die Autorin von Beginn an kein Erbarmen und schont den Leser nicht. Ohne jegliche Vorrede entführt sie ihn ins Geschehen und wirft ihn „den Löwen zum Fraß vor“.  Ja, der arme Leser wurde direkt in eine grausam brutale und blutige Szene katapultiert, sodass ihm hier schon das Blut in den Adern gefriert. Auch durch die knallharte, konkrete und brutale Schilderung der Geschehnisse raubt die Autorin dem Leser den Atem. Mit ihrer recht spannenden, flüssigen aber auch schonungslosen Erzählweise, schafft sie allein schon mit dem richtig guten Prolog die Leser zu fesseln. Ja, fesseln im wahrsten Sinne :D. Mit wenigen Worten und einem rasanten Tempo baut sie Spannung auf, die stetig steigt und bis zum Ende des Buches bestehen bleibt. Dabei hält auch der Wechsel zwischen den Erzählperspektiven die Spannung aufrecht und macht die Geschichte interessanter, was ich besonders gut fand, auch wenn es anfangs etwas verwirrend war. Man kommt den drei Personen, aus dessen Sicht die Handlung erzählt wird, immer etwas näher, lernt sie besser kennen und verstehen und erfährt auch immer mehr über ihre Gefühle und Gedanken. Leider sind der Autorin die Dialoge noch nicht ganz geglückt, da sie hin und wieder sehr holprig und stumpf wirken. Aber hieran kann man arbeiten ;). Auch die Schauplätze und Handlungen sind sehr bildhaft und mit viel Liebe zum Detail beschrieben. Besonders bei den Darstellungen der Morde etc. nimmt die Autorin kein Blatt vor dem Mund, verharmlost oder beschönigt nichts.

Immer wieder macht die Autorin deutlich, zu welchen grausamen Taten der Mensch fähig und bereit ist. Wie er sich an dem Leid anderer ergötzt und es als Genugtuung für eventuell ihm ergangene Ungerechtigkeiten und Leid sieht. Wie er seine Taten mit der Schuld anderer rechtfertigt. Wie es ihm sogar „aufgeilt“ andere Menschen zu terrorisieren. Schrecklich, grausam, brutal und hier ganz besonders blutig.

Die verschiedenen Charaktere und deren Entwicklung sind wirklich gut ausgearbeitet und dargestellt worden. Die Autorin hat die unterschiedlichsten Personen geschaffen und ihnen ihre eigene Ausdrucksweise verliehen, was ich wirklich besonders gut fand. Durch die Offenbarung ihrer Gedanken und Gefühle, wirken sie auch sehr authentisch und glaubhaft, auch wenn ich das anfängliche Auftreten der Ermittlerin etwas bizzar und unpassend fand. Leider habe ich dieses Mal keinen Charakter, den ich besonders toll fand, um ihn hervorzuheben. Nichtsdestotrotz hat die Autorin tolle Arbeit geleistet.

Fazit / Wertung

„Der Schlächter“ ist ein recht guter und schön blutiger Thriller, der durch die wechselnden Erzählperspektiven die Spannung aufrecht hält und das ganze Geschehen noch interessanter gestaltet, da man die die erzählende Person besser kennen lernt. Ich finde es auch toll, dass die Autorin hier kein Blatt vor dem Mund nimmt und alle brutalen Grausamkeiten schön detailliert beschrieben hat. Dadurch war man schon selbst im Geschehen und hatte jedes einzelne Detail und jede Handlung bestens vor Augen. Auch wenn ich in diesem Thriller keinen Charakter besonders toll fand, waren sie dennoch gut ausgearbeitet. Allerdings muss die Autorin noch etwas an den Dialogen feilen :).

Nichtsdestotrotz ist er ein lesenswerter Thriller, der allerdings nicht für schwache Nerven geeignet ist 🙂

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Info:
Meine Wertungspunkte vergebe ich in Totenköpfen von 1-10, wobei 1 sehr schlecht und unterhaltsam und 10 entsprechende sehr empfehlenswert und unterhaltsam ist.

Zu guter Letzt bedanke ich mich recht herzlich bei dem Redrum Verlag insbesondere bei Jacqueline Pawlowski für die Zurverfügungstellung eines Rezensionsexemplars und dem damit mir gegenüber entgegengebrachten Vertrauen. Diese Tatsache beeinflusst aber in keinster Weise mein persönliches Leseempfinden.

 

Produktinformation

  • Taschenbuch: 249 Seiten
  • Verlag: Redrum Books (14. Dezember 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3959570695
  • Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,6 x 20,3 cm
  • Preis: 14,99 €

Quelle: (AmazonRedrum-Verlag.de)

Über die Autorin

Jacqueline Pawlowski
Jacqueline Pawlowski wurde am 02.12.1988 in Krefeld geboren und lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihrer kleinen Tochter seit sechs Jahren in der kleinen Stadt Waltrop.
Seit ihrer frühen Kindheit schreibt die gelernte Bürokauffrau leidenschaftlich gerne und brachte im April 2018 ihr Debüt »DER SCHLÄCHTER« heraus. Das Buch erschien im Dezember bei REDRUM BOOKS in überarbeiteter Neuauflage.
Mit ihren Geschichten möchte Jacqueline den Leser zum Nachdenken bringen und lässt dafür in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele blicken.

Sie liebt und lebt den Thrill!

Quelle: (wortwörtlich übernommen von AmazonRedrum-Verlag.de)
Fotoquelle: ( Redrum-Verlag.de)

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