Kaltblütige Abrechnung by L. R. Wöss

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Klappentext / Inhalt

Gefesselt. Verstümmelt und grausam ermordet. Chefinspektor Toni Wakolbinger und seine junge Assistentin Cindy Panzenböck finden so die Leiche eines angesehenen Arztes auf. Kündigt der rosarote Babyschuh auf dem Bauch des Toten den Beginn einer Mordserie an? Diese Frage wird zur Tatsache, während sich das ungleiche Duo zusammenraufen muss. Ein Mord nach dem anderen geschieht, immer brutaler, jedes Mal gezeichnet mit dem Schuh.

Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Quelle: (Klappentext, Amazon)

Inhalt:
Ein grausamer Mord. Hinterlassen wurde ein kleiner rosaroter Babyschuh. Zur Aufklärung dieses Mordes wird das ungleiche Ermittlerduo, bestehend aus dem Chefinspektor Wakolbinger und der jungen Revierinspektorin und gleichzeitig seine Assistentin Cindy Panzenböck, eingesetzt. Doch während der Ermittlungen fanden weitere Morde statt. Blutiger, Brutaler, emotionaler – und immer wurde ein rosaroter Babyschuh hinterlassen. Was hat es mit dem Schuh auf sich? Wer ist der Täter? Fragen über Fragen …

Meine Einschätzung 

„Kaltblütige Abrechnung“ ist nicht nur das Krimidebüt der Autorin L.R. Wöss, sondern auch das erste Buch von ihr und der erste Kriminalroman, den ich nach Langem wieder gelesen habe. Da mir die Autorin nicht bekannt war, hatte ich natürlich keine besonderen Erwartungen oder Vorstellungen und habe mich einfach mal überraschen lassen.

Das Cover passt wirklich gut zur Geschichte. Es verrät nicht viel, nur dass es blutig wird…und Blut zieht mich als Blutkönigin magisch an :D. Zudem ist auch wirklich toll gestaltet und im ersten Moment könnte man auch meinen, dass es sich um einen Thriller handelt, wenn nicht schon auf dem Cover selbst auf einem Kriminalroman hingewiesen worden ist. Mir persönlich gefällt es richtig gut.

Direkt mit dem ersten Mord führt die Autorin den Leser schonungslos in die Geschichte hinein. Denn mit der detaillierten Beschreibung des brutalen Mordes verdeutlicht sie ohne jegliche Ankündigung, auf was sich der Leser in dem Krimi gefasst machen kann. Obwohl in diesem Kriminalroman – wie üblich für Krimis – die Ermittlungen des ungleichen Ermittlerduos Chefinspektor Wakolbinger und der jungen Revierinspektorin und gleichzeitig seiner neuen Assistentin Cindy Panzenböck stehen, ist es doch irgendwie kein typischer Kriminalroman für mich. Durch die gut eingebauten Thrillerelemente und der extremen Spannung und Überraschungsmomente könnte man es schon einem Thriller zuordnen. Besonders gut gefiel mir, dass die Story nicht nur aus der Sicht der Ermittler, sondern auch hin und wieder aus der Sicht des Täters/der Täterin erzählt wurde, dass der Autorin besonders gut gelungen. Sie hat das passende Timing gefunden, die Perspektiven zu den richtigen Zeitpunkten zu wechseln. Respekt. Auch die vielen eingebauten Wendungen und Überraschungen sorgten dafür, dass der Leser immer wieder in die Irre geführt werden sollte bei der Aufklärung des Mordes. Endlich mal ein Krimi, bei dem man nicht schon nach den ersten Seiten wusste, wer der Täter ist und der nicht vorhersehbar ist. Ich musste zugeben, ich habe auch etwas gebraucht, auf den Täter/die Täterin zu kommen, aber an einer Stelle war es dann so offensichtlich und ich konnte das Rätsel lösen. Der Schreibstil ist zwar noch recht einfach gehalten und daher ausbaufähig, dennoch fand ich die detaillierte und direkte Erzählweise wirklich toll. Die Autorin hat hier bei den brutalen Morddetails kein Blatt vor dem Mund genommen und man konnte sich die einzelnen Tatorte und Handlungen wirklich gut vorstellen – so als ob man selbst dort ist oder gar die Morde selbst ausgeübt hätte. Eine interessante und tolle Idee der Autorin war es auch dem Täter/der Täterin eine Tathinterlassenschaft , nämlich einen rosaroten Babyschuh, zuzuweisen. Doch was es mit diesem Babyschuh auf sich hat, erfahrt ihr nur, wenn ihr diesen Kriminalroman liest :). Und natürlich gibt die Zusammenarbeit und der Umgang miteinander der zwei Ermittler, die nicht unterschiedlicher sein könnten, dem Kriminalroman einen gewissen Charme und eine große Prise Humor.

Der Autorin ist die Ausarbeitung und Entwicklung der Charaktere und besonders der Protagonisten wirklich gut gelungen. Jeder Charakter hat seine eigene Art und Weise sowie auch seine eigenen Macken und Kanten, das sie sehr individuell und authentischen macht. Besonders Chefinspektor Walkobinger und seine Assistentin Panzenböck wirken auf den ersten Blick recht ungewöhnlich aber authentisch und vielschichtig und erhielten viel Tiefe von der Autorin.  Sie sind so ein außergewöhnliches aber perfektes Team, so dass es immer wieder höchst amüsant war, ihnen bei den Ermittlungsarbeiten zu folgen.

Chefinspektor Wakolbinger ist ein sehr erfahrener und erfolgreiche Ermittler. Eigentlich der beste. Doch hat er den Tod seiner geliebten Frau immer noch nicht verarbeiten können, so dass seine Ermittlungserfolge, sein Ehrgeiz und sein Spürsinn etwas nachließen. Zur Auflösung der tragischen und brutalen Morde hat er eine junge Assistentin zur Unterstützung bekommen.

Cindy dagegen ist eine sehr junge und unerfahrene Revierinspektorin, die sich extra zu dem Team von Wakolbinger verlegen lassen hat. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und hat immer einen Spruch parat. Ihr freche Art und ihre Direktheit gefallen mir besonders gut und erfrischen die Ermittlungsarbeit des Duos. Trotz ihrer frechen Art  verliert sie nie den Respekt vor ihrem Vorsitzenden, auch wenn dieser es ihr nicht leicht macht. Auch ihr absolviertes Psychologiestudium hilft ihr in bestimmten Situationen richtig zu handeln, was u.a. für die Ermittlungsarbeit sehr hilfreich ist.

Das Ende war ein absolutes Highlight – explosiv, actionreich, erklärend aber auch auflösend. Na wer ist der Täter oder die Täterin? Warum wurde gemordet?? Findet es heraus 🙂

 

Fazit / Wertung

„Kaltblütige Abrechnung“ ist ein gelungenes Krimidebüt, das besonders durch die Idee dieser Geschichte und dem perfekten Ermittlerduo Wakolbinger und Panzenböck amüsant aber auch interessant war. Beide Protagonisten könnten nicht unterschiedlicher sein, doch zusammen harmonieren und ergänzen sie sich perfekt – auch mit der Unterstützung anderer Kollegen. Die lockere und doch leicht freche und  Art miteinander umzugehen haben diesem Kriminalroman Leben eingehaucht und für lustige Momente gesorgt. Doch gab es nicht nur unterhaltsame Momente, sondern auch welche, die dich vor Spannung gefesselt und vielleicht mit den Nerven des ein oder anderen Leser gespielt haben. Dabei muss ich zugeben, dass dies der erste Kriminalroman war, bei dem ich nicht sofort nach den ersten Seiten erkennen konnte, wer der Täter oder die Täterin ist – und das ist immer ein gutes Zeichen. Der Schreibstil ist zwar recht einfach und ausbaufähig, dennoch fand ich die detaillierten  und direkten Beschreibungen sehr gelungen. Die Charaktere allein bieten genug Potenzial für ein weiteres Buch, was hoffentlich von der Autorin geschrieben wird.

Ich kann diesen Kriminalroman nur empfehlen! Lest, fiebert und löst am Ende das Rätsel auf!

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Info:
Meine Wertungspunkte vergebe ich in Totenköpfen von 1-10, wobei 1 sehr schlecht und unterhaltsam und 10 entsprechend sehr empfehlenswert und unterhaltsam ist.

Zu guter Letzt bedanke ich mich recht herzlich bei L. R. Wöss für die Zurverfügungstellung eines e-book Rezensionsexemplars und dem damit mir gegenüber entgegengebrachten Vertrauen. Diese Tatsache beeinflusst aber in keinster Weise mein persönliches Leseempfinden.

 

Produktinformation

Taschenbuch: 375 Seiten
Verlag: Independently published (12. März 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-1798219577
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 2,4 x 20,3 cm
Preis: 12,99 €

Quelle: (Amazon)

Über die Autorin

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Lotte R. Wöss heißt eigentlich Reingard Liselotte Wöß und ist geboren in Graz/Österreich. Nach der Matura absolvierte sie eine Ausbildung zur Diplom-Krankenschwester und arbeitete zuerst in Graz, später in Vorarlberg. Hier lebt sie mit ihrem Mann, hat zwei Töchter, einen Sohn und eine Enkeltochter.

 

 

Quelle: (Amazon)
Fotoquelle: (Amazon)

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