Die Saat des Killers by Paul Cleave

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Klappentext / Handlung

Mit den Augen eines Mörders

Für Joshua bricht eine Welt zusammen, als sein Vater Mitchell bei einem Einsatz getötet wird. Doch der Polizist hinterlässt seinem Sohn etwas, das dessen Leben für immer verändern wird: seine Augen.
Die Transplantation gelingt und Joshua kann wieder sehen. Aber seitdem träumt er von einer einsamen Hütte, von Frauen in Todesangst, von entstellten Leichen. Joshua wird klar, dass bei dem Eingriff ein verheerender Fehler passiert ist. Eines der transplantierten Augen stammt von dem Serienmörder, der seinen Vater getötet hat. Ohne es zu wollen, ist Joshua dem Erbe des unheimlichen Killers auf der Spur- und gleichzeitig mit ihm verbunden …

Quelle: (Klappentext, Random House)

Handlung:
Joshua ist blind und kommt im Leben ziemlich gut zurecht. Doch mit der Ermordung seines Vaters bricht für ihn nicht nur eine Welt zusammen, sondern auch sein Leben verändert sich drastisch. Denn ihm werden die Augen seines toten Vaters transplantiert, damit er sehen und die Welt wie jeder normale Mensch wahrnehmen kann. Leider ist bei dieser Operation ein folgenschwerer Fehler aufgetreten – denn Joshua hat nicht nur ein Auge seines Vaters, sondern auch eines des Mörders seines Vaters erhalten.

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Meine Einschätzung

Da mich fast alle Bücher von Jack Ketchum bei Heyne richtig begeistert haben und leider leider aufgrund des Todes von ihm keinen neuen Ketchum mehr geben wird, habe ich etwas herumgestöbert und geguckt, welchen Thriller oder Horrorroman ich stattdessen von Heyne lesen könnte. Mir fiel dabei direkt das Cover sowie auch der Titel von „Die Saat des Killers“ in Auge. Auge ist hierbei ein gutes Stichwort, da zum einen Augen das Motiv des Covers darstellen, was aber perfekt passt, denn zum anderen Augen in dieser Geschichte eine wichtige Rolle spielen. Das Cover ist einfach gestaltet, wirkt aber durch die Boshaftigkeit in den Augen sowie dem finsteren Blick sehr düster und bedrohlich. Der Titel hat sich wirklich ansprechend und interessant angehört, so dass ich mir zunächst auch den Klappentext durchgelesen, bevor ich letztendlich das Buch angefordert habe. Auch der Klappentext klang vielversprechend und geheimnisvoll, so dass ich mich auf spannende Lesestunden gefreut habe.

Aber leider hielt diese Freude nicht lange an. Obwohl der Autor in „Die Saat des Killers“ zwar ein interessantes, von ihm auch gut recherchiertes und medizinisch umstrittenes Thema, nämlich das „zelluläre Gedächtnis“ also die Annahme, dass einzelne Zellen ein Erinnerungsvermögen besitzen können und Erinnerungen vom Organspender durch Transplantation von Organen auf den Empfänger übertragen werden und dieser auf einmal unbekannte Vorlieben und oder Verhaltensmuster entwickelt, die vom Spender bekannt sind,  behandelt, ist die Geschichte an sich selbst nicht wirklich gut und spannend umgesetzt. Der Autor führt den Leser zwar direkt ins Geschehen und lässt ihn schon zu Beginn den grausamen und brutalen Mord an Joshuas Vater miterleben, doch ab da an zieht sich das Buch durch lang ausschweifende Schilderungen und Erzählungen extrem in die Länge und die vom Autor eingebauten Überraschungen und Wendungen helfen nicht sonderlich Spannung aufzubauen oder  Interesse (also explizit für mich persönlich) an der Geschichte zu entwickeln. Ich habe einige Lesepausen gemacht, mit der Hoffnung, dass es doch noch spannend wird und mein Interesse wiederkommt. Oft wollte ich dieses Buch einfach nur abbrechen, da es viel mehr ein Kampf als ein Lesevergnügen war.  Erst zum Ende und somit zum großen Showdown hin wurde es rasant, brutal, sadistisch aber auch spannend. Schade, dass dies nicht über das ganze Buch über geschehen ist. An dem Schreibstil selbst ist eigentlich nichts auszusetzen. Er ist flüssig, verständlich, direkt und schonungslos und der Autor spart nicht mit detaillierten und bildhaften Beschreibungen. Nur die seitenweise bzw. auch schon kapitelweise Ausschweifungen hätten wirklich nicht sein müssen. Die Charaktere wiederum sind gut ausgearbeitet und passend in die Geschichte eingeführt worden. Dabei gefällt mir besonders die Darstellung der Entwicklung von Joshua von einem blinden, unsicheren und schüchternen Jungen zu einem sehenden, mutigen und starken Jugendlichen.

Fazit / Wertung

„Die Saat des Killers“ ist für mich persönlich ein sehr schwacher Thriller. Die Idee und die Themen, die dort verarbeitet werden, sind an sich wirklich gut und auch interessant, doch leider ist die Umsetzung in meinen Augen nicht wirklich gelungen. Die langen Ausschweifungen ziehen das Buch nach meinem Empfinden sehr extrem in die Länge und sorgen nicht wirklich für Spannung und Interesse. Mit den Versuchen des Autors durch Überraschungsmomente und Wendungen Spannung aufzubauen und den Leser zu fesseln, ist er bei mir persönlich gescheitert. Oftmals wollte ich das Buch abbrechen und habe mich regelrecht nur noch gezwungen durchzuhalten. Für mich persönlich war es leider ein Kampf statt ein Lesevergnügen. Andere Leser wiederum könnten aber Gefallen an diesem Thriller haben.

Ich vergebe daher 3 skull-and-crossbones-fake-tattoos-j von 10 skull-and-crossbones-fake-tattoos-j

Zur Info:
Meine Wertungspunkte vergebe ich in Totenköpfen von 1-10, wobei 1 sehr schlecht und ununterhaltsam und 10 entsprechend sehr empfehlenswert und unterhaltsam ist.

Zu guter Letzt bedanke ich mich recht herzlich bei dem Heyne Verlag insbesondere bei Random House für die Zurverfügungstellung eines Rezensionsexemplars und dem damit mir gegenüber entgegengebrachten Vertrauen.
Diese Tatsache beeinflusst aber in keinster Weise mein persönliches Leseempfinden.

 

Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (11. Juni 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3453439245
  • Originaltitel: A Killer Harvest
  • Preis: 9,99 €
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 18,7 cm

Quelle: (Random HouseAmazon)

 

Über den Autor

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Paul Cleave wurde am 10. Dezember 1974 in Christchurch, Neuseeland geboren, dem Ort, wo auch seine Romane spielen. Dem Fan von Stephen King und Lee Child gelang mit seinem Debütroman Der siebte Tod auf Anhieb ein internationaler Erfolg, der in Deutschland monatelang auf den ersten Plätzen der Bestsellerlisten stand.

Quelle: Random House
Fotoquelle: Paul Cleave

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