Der Henker by Michael Barth

Henker vorne

 

Klappentext / Inhalt

„Wer frei von Schuld ist, braucht den Henker nicht zu fürchten!“

Ein Serienmörder versetzt das Ruhrgebiet in Angst und Schrecken. Er schreibt stets das Wort „Schuldig“ mit dem Blut seiner Opfer an die Wand, nachdem er sie brutal hingerichtet hat. In der Presse gibt man ihn den Namen „Der NRW-Henker“ und schürt damit die Angst der Bevölkerung.

Alles deutet auf einen religiösen Extremisten hin, doch schon bald gerät praktisch jeder in Verdacht, der mysteriöse Killer zu sein.

Hauptkommissar Bernd Zenker ermittelt mithilfe seines besten Freundes, dem Krimi-Autor Armin Kanschek. Schnell kommen sie der Wahrheit gefährlich nahe und geraten dabei selbst ins Visier des Henkers.

Nehmen Sie sich in Acht.
Der NRW-Henker kennt vermutlich auch Ihre Leichen im Keller …

Handlung:
Ruhrgebiet. Serienmorde. Die Bevölkerung lebt in Angst und Schrecken und fürchtet sich vor der nächsten Tat des Serienmörders, des sogenannten NRW-Henkers. Hauptkommissar Bernd Zenker wird diesem mysteriösen Fall als Ermittler zugeteilt. Wird er den Henker finden?

 

henker hinten

 

Meine Einschätzung

Zunächst ein paar Worte zum Cover. Im Vordergrund ist ein Arm einer Person mit einem Hammer in der Hand  zu sehen, während im Hintergrund ein Zeitungsartikel abgebildet ist. Die eingesetzten Farben lassen das Cover sehr düster wirken. Es ist wirklich sehr gut und passend zur Geschichte gestaltet. Besonders die Schriftfarben und das Motiv sind sehr gut gewählt.

Nachdem mich das Cover schon angesprochen hat, war ich nun richtig auf den Inhalt des Buches gespannt. Hier muss ich erwähnen, dass „Der Henker“ das erste Werk von Michael Barth ist, das ich von ihm gelesen habe und ziemlich gespannt war, was mich nun erwartet. Und…..oha! Ich bin begeistert. Von der ersten Seite an war ich gefesselt und in den Bann dieser Geschichte, mit zahlreichen brutalen Morden, persönliche Dramen und der Ermittlung rund um die Morde gezogen. Die Umgebungen und Handlungsorte sind detailliert und realitätsnah beschrieben, so dass man die gute Recherche sowie das Hintergrundwissen des Autors erkennt. Bei der Beschreibung der einzelnen Verbrechen und Tatorte spart er auch nicht mit extremen, brutalen und blutigen Details. Allerdings lässt er dabei immer noch einen Raum für die eigene Fantasie und Vorstellung des Lesers.

Die Charakterisierung der einzelnen Personen ist dem Autor gut gelungen. Er hat jedem Charakter eine gewisse Tiefe und Ausdrucksweise verliehen, die sie dadurch sehr authentisch wirken lassen haben, so dass man ihre Handlungen etc. verstehen konnte. Sie sind auf die Geschichte bzw. auf die Handlung abgestimmt und immer passend ins Geschehen eingeführt worden. Dabei hat man mit einigen sympathisiert und andere wiederum konnte man einfach nicht ausstehen. In diesem Zusammenhang gefällt mir besonders die Darstellung des Hauptkommissars Bernd Zenker. Er ist der klischeehafte Kommissar, der nur für seine Arbeit lebt und seine Liebsten dadurch vernachlässigt. Besonders gut gefällt mir, dass er als der typische Ruhrpotter mit „Ruhrpott-Schnauze“ dargestellt wurde. Seine Art, sein Verhalten und seine Sprüche haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Da ich selbst eine typische „Ruhrpott-Schnauze“ habe, konnte ich mich richtig gut in ihn versetzen und hätte höchst wahrscheinlich in der einen oder anderen Situation genauso reagiert und gehandelt.

Der Schreibstil ist flüssig, spannend und die Szenen nicht langatmig. Besonders gut gefällt mir, dass der Thriller in einfacher Sprache gehalten  und auch an der ein oder anderen Stelle Umgangssprache benutzt wurde. Das hat den Ruhrpott-Flair sehr gut betont. Auch die Einbauung einiger Überraschungseffekte und unvorhersehbaren Wendungen sind dem Autor sehr gut gelungen. Man rätselt mit, wer der Henker sein könnte, wobei meine erste Vermutung, die durchgehend bestand, sich am Ende auch bestätigt hat. Durch die Einbauung dieser Wendungen versucht der Autor die Leser zu verwirren und auf eine falsche Fährte zu führen, was die Auflösung bezüglich der Person des Henkers betrifft. Ich habe mich aber nicht von meiner Vermutung abbringen lassen :). Auch die Spannung bleibt von der ersten Seite an über die ganze Geschichte hinweg bestehen. Das Ende hat es noch mal in sich und schließt die Geschichte u.a. auch mit der Auflösung, wer nun der Henker ist, ab. Das Auftreten und die Sprüche des Hauptkommissars Zenkers waren sehr amüsant und haben dem spannenden Thriller auch einen gewissen Humor verliehen.

Mir gefällt auch der intensive Bezug bzw. die Bindung zu dem Ruhrgebiet, insbesondere dem Ruhrpott. Denn das Geschehen findet hauptsächlich in Gelsenkirchen, Essen und Umgebung statt. Als geborene und immer noch dort lebende Gelsenkirchenerin kenne ich den ein oder anderen genannten Ort (auch von Essen und Umgebung) und konnte mir somit die Szenen bildlich gut vorstellen. Zu dem freut es mich auch, dass das Geschehen  mal nicht in einer bekannten Stadt in einem anderen Land oder in Großstädten wie München und Berlin spielt.

henker Widmung

 

Fazit / Wertung

„Der Henker“ ist ein spannender und fesselnder Thriller, in dem es auch an der ein oder anderen Stelle etwas brutaler wird und Blut fließt. Ich finde die Idee wirklich cool und die Umsetzung der Geschichte sehr gelungen und sympathisiere mit einigen Charakteren, vor allem aber mit dem Hauptkommissar Zenker. Durch die spannende Erzählweise und dem Bezug auf Orte des Ruhrgebiets war ich von der ersten Seite an gefesselt und konnte das Buch nicht zur Seite legen. Ein kleines bisschen bin ich auch Stolz darüber, dass ich direkt die richtige Ahnung hatte, wer der Henker ist 🙂

Diesen spannenden Thriller kann wirklich wärmstens empfehlen. Es macht Spaß mitzurätseln, aber wird auch köstlich durch die Figur des Hauptkommissars unterhalten. Aber auch Fans des blutigen Geschmacks kommen hier auf ihre Kosten.

Zum Schluss möchte ich mich noch einmal bei Michael Barth für die tolle Widmung bedanken. Ich hatte wirklich viel Spaß und spannende Unterhaltungs- und Lesestunden.

Ich vergebe 9 skull-and-crossbones-fake-tattoos-jvon 10 skull-and-crossbones-fake-tattoos-j

Zur Info: Meine Wertungspunkte vergebe ich in Totenköpfen von 1-10, wobei 1 sehr schlecht und ununterhaltsam ist und 10 enstprechend sehr empfehlenswert und unterhaltsam ist.

Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (8. Januar 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3746065328
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 2,5 x 19 cm

Quelle: (Amazon)

Über den Autor

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Michael Barth (Baujahr 1970) hatte nie geplant, Schriftsteller zu werden.
Doch die Geschichten, die sich permanent in seinem Kopf abspielten,
interessierte dies herzlich wenig. 2014 musste der Autor dann feststellen,
dass es eine Lösung für das Problem gab. Sobald diese Geschichten
zu Papier gebracht waren, gaben sie Ruhe und verschwanden.

Aber es sprach sich schnell in der Welt der unerledigten Storys herum
und nun stehen sie Schlange bei Herrn Barth, um in die Welt freigelassen
zu werden. Laut seiner eigenen Aussage ist dahingehend kein Ende in Sicht.

Der gelernte Mediengestalter für Digital- und Printmedien hat bisher
elf Romane veröffentlicht, der zwölfte erscheint im Januar 2018.
Als Hybrid-Autor schreibt und veröffentlicht Michael Barth
ab 2018 für einen Verlag und weiterhin als Selfpublisher.

Mit der Fokussierung auf das Thriller-Genre hat der Autor
Anfang 2017 seinen Weg gefunden und man darf sich auf
eine mörderisch spannende Zukunft freuen.

Quelle: (Autorenbeschreibung im Buch, Amazon , Michael-Barth-Autor)

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